Schwarze Hexe fliegt mit Besen über Mond und Eule unter Sternenhimmel

Triora

Dorf der Hexen

Triora liegt mitten im „Valle Argentina“, am Bergrücken des „Monte Saccarello“ auf fast 800 m Höhe und ist als Hexendorf bekannt. Diese Bezeichnung wird dem Ort sicher nicht gerecht, anderseits lässt sich damit gut Geld verdienen und in der Tat handelt es sich dabei um eine schreckliche Zeit in der Geschichte des Ortes, wenn auch vor langer, langer Zeit. 1587 bis 1589 waren die „Hexenjahre“ von Triora.

Straße führt durch grüne Hügel zur Ortschaft Triora mit Höhenangabe und Geschwindigkeitsbegrenzung.

Seit 1988 gedenkt Triora diesen vermeindlichen Hexen und hat ihnen ein Denkmal errichtet: Eine lächelnde Hexe mit Besen und Schöpfkelle in der Hand.

Straße mit geparkten Autos und Balkonen in Triora

Wer in Triora eine Unterkunft sucht, dem empfehlen wir das Hotel-Restaurant ALBERGO SANTO SPIRITO der Familie Zucchetto, im Zentrum von Triora. Hier wird mit Leidenschaft gekocht, u. a. mit magischen Zudaten aus dem eigen Kräutergarten.

Im Kräutergarten von Mariachiara Zucchetto

Menschen gehen eine steinerne Gasse entlang, Gebäude mit Fenstern und Türen im Hintergrund.

Wen es interessiert, erfährt eine Menge über die Hexenjahre im Ethnografische Museum in Triora. Hier nur eine kurze Zusammenfassung der düsteren Geschichte. Es herrschte Hungersnot in der Region und der damals regierende Bürgermeister Giulio Scribani suchte einen Sündenbock. Da kamen ihm unverheiratete, alleinstehende Frauen, die etwas anders waren als die „Normalos“ gerade recht. Unschuldige Frauen wurden gefoltert, sie mussten Freunde verraten und Verbrechen gestehen, die sie gar nicht begangen hatten. (Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?)

Seit 1988 gedenkt Triora diesen vermeindlichen Hexen und hat ihnen ein Denkmal errichtet: Eine lächelnde Hexe mit Besen und Schöpfkelle in der Hand.