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Roadtrip USA Teil 2

Vom Monument Valley zum Grand Canon, dann nach Las Vegas und zur Queen Mary

Wir fahren von Moab Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg lassen wir das Monument Valley natürlich nicht links liegen, diese gewaltige Hochebene, geformt aus den uralten Gesteinen der Rocky Mountains. Die ikonischen Felsformationen erheben sich mitten im Reservat der Navajos, wo Einheimische geführte Touren anbieten und traditionelles Essen sowie handgefertigten Schmuck verkaufen.

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Am Nachmittag kommen wir an – und tauchen ein in John Waynes Welt, der dort in vielen Western spielte und mit dem Film „Der Schwarze Falke“ weltberühmt wird. Nur reiten wir nicht mit dem Pferd durch das Valley, sondern fahren mit dem Wrangler.

Die Navajos betreiben auch den Campingplatz am Eingang des Monument Valley, ganz in der Nähe des Visitor Centers. Wer den spektakulären Sonnenaufgang erleben will, sollte hier übernachten.

Das Monument Valley liegt in der Four-Corners-Region, an der Grenze zwischen Arizona, Utah, Colorado und New Mexico.

Vor 32 Jahren war ich mit dem Team Deutschland zur Yamaha Spirit of Adventure Challenge hier vor Ort. Ein Aussichtspunkt, der mich auch heute noch in seinen Bann zieht.

Unser nächstes Ziel, der Grand Canyon, wartet schon. Nach dem Sonnenaufgang fahren wir los. Die Strecke zieht sich, Kilometer um Kilometer, bis wir endlich nachmittags Williams erreichen, einen kleinen Ort mit rund 3000 Seelen. Wir fahren noch acht Meilen weiter und buchen uns beim Grand Canyon South Rim KOA ein und überlegen, was tun? Von hier sind es noch 51 Meilen zum Grand Canyon Village und zur South Rim – und entscheiden spontan: Wir fahren noch hin.

Die Grand Canyon South Rim liegt auf einer Höhe von rund 2.100 Metern. Der Höhenunterschied hinab zum Colorado River beträgt etwa 1.450 Meter. 1978 Im Oktober war ich zum ersten Mal dort und machte mit einem Freund den South Kaibab Trail über den Colorado River zur Phantom Ranch. Ohne Zelt, der Rucksack war eh schwer genug.

Obwohl es schon Ende September ist, zeigt das Thermometer konstant 30 °C. Und das hier oben an der Rim – wie extrem es unten im Tal sein muss, wollen wir heute gar nicht herausfinden. Eine Trekking-Tour von der South zur North Rim? Ganz sicher nicht. Zeit die alten Dias von damals wieder zu sichten.

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Der Grand Canyon ist schon was ganz Besonderes.

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Zu unserem nächsten Ziel Las Vegas sind 227 Meilen zu fahren. Einen Tag vorher buchen wir ein Zimmer im Sahara für zwei Nächte. Wir denken, das ist sinnvoll, denn die Glücksspielstadt hat schätzungsweise 690.000 Einwohner und + - an die 40 Millionen Besucher pro Jahr. Meistens buchen wir Hotels oder Motels sehr kurzfristig vor Ankunft - manchmal nur 10 Minuten vorher.

Die Grenze von Arizona nach Nevada überqueren wir am Hoover Dam und sehen, dass der aufgestaute Colorado River etwas an Wassermangel leidet.

Sin City here we come.

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Die Spielhallen in Las Vegas sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Die einarmigen Banditen werden elektronisch gesteuert, da gibt es nichts mehr zu hebeln. Wo bleibt da der Spaß? Das Gefühl, durch Ziehen am Hebel im richtigen Moment zu gewinnen, ist durch nichts zu ersetzen. Der Bandit hat mir damals (1997) 2.000 Dollar ausgespuckt, die ich gleich in ein paar waschechte Cowboy-Boots aus El Paso investierte. Lässt man das außer Acht und sich auf diese surreale Welt von Pomp, Duck and Circumstance ein und klinkt alles andere aus, schwebt man wie KI-gesteuert durch ein anderes Universum.

Das „alte Las Vegas“ Downtown hat deutlich an Attraktivität verloren. Auf dem Weg dorthin sind wir wieder in Bayern gelandet, zumindest was man dort darunter versteht. Das Bier schmeckt trotzdem.

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Bevor wir Las Vegas erreichten, entschieden wir uns spontan für einen Abstecher nach Los Angeles — mit einem besonderen Ziel: die Queen Mary in Long Beach. Das Schiff, das von 1936 bis 1967 den Nordatlantik zwischen Europa und den USA befuhr, hat eine bewegte Geschichte: luxuriöser Passagierliner, Militärtransporter im Krieg und heute ein faszinierendes Hotelschiff. Ein Ziel, von dem ich immer geträumt habe.

Als wir aus dem Jeep steigen und die Queen Mary vor uns auftaucht, können wir kaum glauben, dass dieses legendäre Schiff wirklich existiert. Nach ein paar Fotos und Videos gehen wir langsam die Boardingrampe hinauf und nehmen den Aufzug ins Innere. Schon beim Betreten fühlt es sich an, als würde die Zeit stehen bleiben. Schwere Messingdetails glänzen im gedämpften Licht, verschlungene Gänge führen uns tiefer ins Schiff hinein, und überall liegt diese stille Präsenz vergangener Reisen in der Luft. Es ist, als könnte man die Geschichten der Passagiere noch spüren – elegante Abende, lange Überfahrten, flüchtige Begegnungen. Es ist eine kleine Zeitreise, und wir mittendrin.

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Tipp: Plane genug Zeit für die Führungen ein — die Geschichten über Passagiere, das Leben an Bord und der Einsatz im Krieg sind absolut sehenswert. Für jeden, der Schiffsgeschichte und Atmosphäre liebt, ist die Queen Mary ein Muss. Und nicht nur das, einen Besuch in der Observation Bar können wir nur empfehlen, mit Karaoke und so. By the way: Wir haben für die Übernachtung 215.66 US$ gezahlt. Für die L.A.-Region ein Schnäppchen.

Ein Video zur Tour ist in Vorbereitung!

Verpasst nicht Teil 3 (coming soon):
Wir fahren an der Pazifikküste entlang Richtung Norden, so gut es geht – ein Teil des Highways Nr. 1 südlich von San Francisco ist wegen Erdrutsch gesperrt – durch die Wälder Oregons, besuchen die Seelöwen an den Docks von Astoria am Columbia River und verbringen den Rest unserer Zeit im Olympic National Park, an den Küsten von Washington State und der Hauptstadt Olympia.

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